Unterschiedliche Beheizungsarten stehen in 2026 vor einem Wendepunkt. Die Regeln ändern sich grundlegend, und Hausbesitzer müssen Entscheidungen treffen, die ihre Heizkosten und den Wert ihrer Immobilie für Jahre beeinflussen werden. Ab dem 1. Juli 2026 müssen neu eingebaute Heizungen in Bestandsgebäuden zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden können. Diese Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes betrifft Millionen von Haushalten in Deutschland.

Die Auswahl der richtigen Heizung wird komplexer. Während Wärmepumpen durch hohe Energieeffizienz und Gesetzeskonformität überzeugen, bleiben auch Pelletheizungen und Hybridlösungen relevant. Gleichzeitig werden fossile Brennstoffe durch steigende CO₂-Preise zunehmend teurer, während Strom vergleichsweise stabil bleibt. Diese Verschiebung macht elektrische Heizsysteme attraktiver.
Die richtige Wahl hängt von mehreren Faktoren ab. Der energetische Zustand des Gebäudes, verfügbare Fördermittel und langfristige Betriebskosten spielen eine entscheidende Rolle. Wer jetzt plant, sichert sich attraktive Förderungen und vermeidet teure Notlösungen. Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Heizungsarten 2026 zur Verfügung stehen und welche am besten zu verschiedenen Gebäudetypen passen.
- Neue Heizungen müssen ab Juli 2026 mindestens 65 Prozent erneuerbare Energie nutzen
- Wärmepumpen bieten die beste Kombination aus Effizienz und Zukunftssicherheit
- Staatliche Förderungen senken die Investitionskosten erheblich
Inhaltsverzeichnis – Beheizungsarten 2026
Überblick über aktuelle Heizungsarten 2026

Der deutsche Heizungsmarkt durchläuft 2026 grundlegende Veränderungen durch neue gesetzliche Vorgaben und den Ausbau erneuerbarer Energien. Wärmepumpen dominieren bei Neubauten, während im Gebäudebestand noch überwiegend fossile Systeme zum Einsatz kommen.
Definition und Kategorien von Heizsystemen
Heizungsarten lassen sich nach ihrem Energieträger in zwei Hauptkategorien einteilen: fossile und erneuerbare Systeme. Zu den fossilen Heizungen gehören Gas- und Ölheizungen.
Erneuerbare Heizsysteme nutzen nachhaltige Energiequellen. Dazu zählen Wärmepumpen, die Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser nutzen, sowie Pelletheizungen, die mit Holzpresslingen betrieben werden. Solarthermie-Anlagen ergänzen oft andere Heizungssysteme.
Eine weitere wichtige Kategorie bildet die Fernwärme. Sie versorgt Gebäude mit zentral erzeugter Wärme über ein Leitungsnetz. Die Wahl des Heizsystems hängt von Faktoren wie Gebäudegröße, Dämmstandard und verfügbaren Energiequellen ab.
Entwicklungen und Trends in der Heiztechnik
Die Wärmewende ist 2026 in vollem Gange und verändert den Heizungsmarkt grundlegend. Bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern werden mittlerweile drei Viertel mit Wärmepumpen beheizt. Dieser Trend nimmt seit 2018 kontinuierlich zu.
Fernwärme etabliert sich als zweithäufigste Beheizungsart in neu gebauten Wohnungen. Zusammen machen Wärmepumpen und Fernwärme über 70 Prozent der gewählten Heizsysteme in Neubauten aus. Der Anteil fossiler Energieträger wie Gas sinkt hingegen stetig.
Im Wohnungsbestand zeigt sich ein anderes Bild. Gas und Heizöl dominieren noch immer, allerdings verzeichnen Wärmepumpen signifikante Zuwächse. Der CO₂-Preis macht fossiles Heizen zunehmend unwirtschaftlich und beschleunigt den Umstieg auf moderne Heizungsanlagen.
Einfluss von Gesetzgebung und Förderung
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) setzt 2026 klare Rahmenbedingungen für neue Heizungsanlagen. Seit 2026 gelten strenge Vorgaben, die den Einbau neuer Ölheizungen fast vollständig verbieten. Das Gesetz fördert den Einsatz erneuerbarer Energien im Heizungsbereich.
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet finanzielle Anreize für den Heizungstausch. Besonders beim Umstieg auf umweltfreundlichere Heizsysteme sind hohe Fördersummen möglich. Die Förderung deckt einen erheblichen Teil der Investitionskosten ab.
Diese gesetzlichen und finanziellen Instrumente beeinflussen Kaufentscheidungen maßgeblich. Hausbesitzer prüfen zunehmend, ob ihr geplantes Umrüsten auf ein neues Heizungssystem förderfähig ist. Die Kombination aus Verboten und Förderungen beschleunigt die Transformation des Heizungsmarktes.
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll in 2026 zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) geändert werden. Die Inhalte sollen zum Großteil deckungsgleich bleiben. Ziel ist hier eine bessere Übersichtlichkeit.
Verbreitung der wichtigsten Heizungsmodelle
Im deutschen Wohnungsbestand zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Alt und Neu. Gas- und Ölheizungen dominieren weiterhin bei bestehenden Gebäuden, während Neubauten fast ausschließlich auf moderne Systeme setzen.
Verteilung bei Neubauten 2024:
| Heizungsart | Anteil bei Ein-/Zweifamilienhäusern | Anteil bei Wohnungen gesamt |
|---|---|---|
| Wärmepumpe | 75% | Dominierend seit 2022 |
| Fernwärme | Gering | Zweithäufigste Beheizungsart |
| Gas | Stark rückläufig | Kontinuierlicher Rückgang |
Bei Neubauten prägen Wärmepumpe und Fernwärme den Heizungsmarkt. In dicht bebauten Städten wie Hamburg und Berlin spielt Fernwärme eine tragende Rolle. Die Baufertigstellungen sind 2024 auf 215.900 neue Wohnungen in 76.100 Wohngebäuden zurückgegangen. Trotz weniger Neubauten bleibt der Trend zu erneuerbaren Heizungen ungebrochen und wirkt sich langsam auf den Gesamtbestand aus.
Vergleich konventioneller Heizsysteme

Konventionelle Heizsysteme wie Gasheizung, Ölheizung, Fernwärme und Elektroheizung prägen noch immer viele deutsche Haushalte. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die steigenden CO₂-Preise verändern jedoch ihre Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit erheblich.
Gasheizung: Technik und Zukunftsperspektiven
Die Gasheizung nutzt Erdgas als Brennstoff und arbeitet meist mit moderner Gas-Brennwerttechnik. Diese Brennwerttechnik nutzt auch die Wärme aus den Abgasen und erreicht dadurch Wirkungsgrade von über 90 Prozent.
Ab 2026 gelten strengere Vorgaben. Neue Gasheizungen müssen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen, sofern die kommunale Wärmeplanung vorliegt. Reine Gasheizungen sind in vielen Gebieten nicht mehr genehmigungsfähig.
Der CO₂-Preis auf Erdgas steigt jährlich weiter. Was heute günstig erscheint, wird über die Betriebskosten deutlich teurer. Viele Hersteller bewerben „H₂-ready“-Geräte, die auch mit Wasserstoff betrieben werden können.
Wichtig: Grüner Wasserstoff wird voraussichtlich zu teuer und knapp für private Haushalte bleiben. Die Industrie benötigt diese Ressource prioritär. Eine reine Gasheizung birgt daher erhebliche finanzielle Risiken für die kommenden 20 Jahre.
Ölheizung und ihre Alternativen
Die Ölheizung verbrennt Heizöl und galt lange als zuverlässiger Wärmeerzeuger für ländliche Gebiete ohne Gasanschluss. Moderne Ölheizungen arbeiten ebenfalls mit Brennwerttechnik und nutzen die Kondensationswärme der Abgase.
Die Situation hat sich dramatisch verändert. Der Einbau neuer Ölheizungen ist seit den Verschärfungen des Gebäudeenergiegesetzes praktisch nicht mehr möglich. Der CO₂-Preis auf Heizöl steigt deutlich stärker als bei anderen Brennstoffen.
Bestehende Ölheizungen dürfen weiterbetrieben werden. Bei einem Defekt stehen Hausbesitzer jedoch vor der Frage nach Alternativen. Die meisten Experten empfehlen den Wechsel auf Wärmepumpen oder Hybridlösungen.
Der Platzbedarf für den Öltank kann nach dem Ausbau anderweitig genutzt werden. Viele Eigentümer installieren dort Pufferspeicher für neue Heizsysteme. Die Umstellung erfordert jedoch eine durchdachte Planung und meist bauliche Anpassungen, sowie finanzielle Mittel.
Fernwärme: Versorgung und Potenzial
Fernwärme liefert Wärme direkt ins Haus über ein Leitungsnetz. Ein zentrales Heizwerk oder mehrere dezentrale Wärmeerzeuger produzieren die Energie. Hausbesitzer benötigen keinen eigenen Heizkessel, keinen Schornstein und keine Brennstofflagerung.
Die kommunale Wärmeplanung fördert den Ausbau von Fern- und Nahwärmenetzen in dicht besiedelten Gebieten. Die Netze müssen bis 2045 klimaneutral werden. Neue Wärmequellen sind Großwärmepumpen, Geothermie oder industrielle Abwärme.
Vorteile: keine Wartungskosten, geringer Platzbedarf, einfache Bedienung
Nachteile: Monopolstellung des Anbieters, keine freie Tarifwahl, hohe Anschlusskosten je nach Region
Die Preistransparenz bleibt ein Kritikpunkt. Hausbesitzer können den Versorger nicht wechseln. Staatliche Förderungen für den Anschluss mildern jedoch die Anfangsinvestition ab. In Gebieten mit geplanten Wärmenetzen ist Fernwärme oft die wirtschaftlichste Lösung.
Elektroheizung und Nachtspeicherheizung
Die Elektroheizung wandelt Strom direkt in Wärme um. Nachtspeicherheizungen laden nachts günstigen Strom und geben die gespeicherte Wärme tagsüber ab. Diese Systeme waren in den 1970er Jahren weitverbreitet.
Elektroheizungen gelten als ineffizient. Sie verbrauchen viel Strom und verursachen hohe Betriebskosten. Der Wirkungsgrad liegt bei 100 Prozent, aber die Stromerzeugung im Kraftwerk verschwendet bereits etwa zwei Drittel der Primärenergie.
Nachtspeicherheizungen nutzen Niedertarifstrom. Diese Tarife sind jedoch weitgehend abgeschafft oder nicht mehr günstig genug. Die Geräte sind oft veraltet und enthalten partiell Schadstoffe wie Asbest.
Ein Austausch lohnt sich fast immer.
Erneuerbare und innovative Heizsysteme im Fokus

Moderne Heiztechnologien setzen auf erneuerbare Energien und reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Solarsysteme bieten unterschiedliche Ansätze für eine nachhaltige Wärmeversorgung.
Wärmepumpe: Arten und Einsatzbereiche
Die Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Erde zur Beheizung von Gebäuden. Sie wandelt die gewonnene Energie in nutzbare Heizwärme um und erreicht dabei hohe Effizienzwerte.
Die Luftwärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und eignet sich besonders für Bestandsgebäude. Die Installation erfolgt ohne Erdarbeiten und zu vergleichsweise geringen Kosten. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen sinkt allerdings die Effizienz.
Wasser-Wärmepumpe nutzt Grundwasser als Wärmequelle und liefert konstant hohe Leistung. Sie benötigt zwei Brunnenbohrungen und eine wasserrechtliche Genehmigung. Die Investitionskosten liegen höher als bei Luftwärmepumpen.
Erdwärme wird über Erdkollektoren oder Erdsonden erschlossen. Erdkollektoren verlaufen horizontal in geringer Tiefe und benötigen große Grundstücksflächen. Erdsonden reichen bis zu 100 Meter tief und arbeiten besonders effizient. Moderne Wärmepumpen kombiniert mit Solarthermie schaffen zukunftssichere Heizlösungen.
Infrarot- und Konvektionswärme: Heizen mit Strom
Elektrische Heizsysteme bieten schnelle Installationsmöglichkeiten ohne aufwendige Rohrleitungen. Infrarotheizungen erzeugen Strahlungswärme, die Objekte und Wände direkt erwärmt. Die gefühlte Raumtemperatur liegt höher als die tatsächliche Lufttemperatur.
Konvektionsheizungen erwärmen die Raumluft durch Luftzirkulation. Sie arbeiten geräuschlos und lassen sich einfach montieren. Die Betriebskosten hängen stark vom Strompreis ab.
Der wirtschaftliche Betrieb elektrischer Heizsysteme erfordert günstige Stromtarife oder selbst erzeugten Solarstrom. In gut gedämmten Gebäuden mit niedrigem Heizbedarf können diese Systeme sinnvoll sein. Für Altbauten mit hohem Energiebedarf eignen sie sich weniger.
Biomasseheizungen: Pellet, Holz und Hackschnitzel
Die Biomasseheizung verbrennt nachwachsende Rohstoffe zur Wärmeerzeugung. Pelletheizungen arbeiten mit gepressten Holzpellets aus Sägemehl und Holzspänen. Ein automatisches Fördersystem transportiert die Pellets zum Brenner.
Holzpellets haben standardisierte Größen und Brennwerte. Sie lagern trocken in einem Vorratsraum oder Silo. Der Ascheanteil liegt unter einem Prozent. Die Anlieferung erfolgt per Tankwagen mit Einblasschlauch.
Holzheizungen nutzen Scheitholz und erfordern manuelle Beschickung. Sie eignen sich für Haushalte mit eigenem Waldbesitz oder günstigen Holzquellen. Der Platzbedarf für die Holzlagerung ist erheblich.
Hackschnitzel bestehen aus zerkleinertem Restholz und kosten weniger als Pellets. Die Lagerung benötigt mehr Raum wegen der geringeren Energiedichte. Moderne Biomasse-Heizungen mit automatischer Brennstoffzufuhr funktionieren komfortabel wie Gasheizungen.
Solarthermie und Photovoltaik in der Wärmeversorgung
Solarthermie wandelt Sonnenstrahlung direkt in Wärme um. Die Solarthermieanlage besteht aus Kollektoren auf dem Dach und einem Wärmespeicher im Gebäude. Eine Wärmeträgerflüssigkeit transportiert die Energie zum Speicher.
Flachkollektoren decken den Warmwasserbedarf im Sommer vollständig ab. Vakuumröhrenkollektoren erreichen höhere Temperaturen und unterstützen auch die Raumheizung. Die Kombination mit einem Pufferspeicher erhöht die Nutzungsdauer der gespeicherten Wärme.
Die Photovoltaikanlage erzeugt Solarstrom für den Betrieb von Wärmepumpen oder elektrischen Heizsystemen. Eine Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus liefert 4.000 bis 10.000 Kilowattstunden pro Jahr. Der selbst erzeugte Strom senkt die Betriebskosten erheblich.
Die Kombination beider Solarsysteme nutzt die Dachfläche optimal. Jedoch sind die Anschaffung und die Installation kostenintensiv und amortisieren sich meist erst auf einen langen Zeitraum.
Heizungswahl, Effizienz, Kosten und Zukunftsaspekte

Die Wahl einer neuen Heizung hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Budget, Gebäudezustand und gesetzliche Vorgaben. Neben den Anschaffungskosten spielen laufende Betriebskosten, Energieeffizienz und verfügbare Fördermittel eine zentrale Rolle.
Entscheidungskriterien und Beratung für die Heizungsauswahl
Hausbesitzer sollten vor der Entscheidung eine Energieberatung in Anspruch nehmen. Ein Heizungsinstallateur kann die baulichen Gegebenheiten prüfen und passende Systeme vorschlagen. Wichtige Kriterien sind der Dämmstandard des Gebäudes, verfügbare Aufstellflächen und bestehende Heizkörper.
Bei einem Bestandsgebäude muss geprüft werden, ob die vorhandene Heiztechnik mit modernen Systemen kompatibel ist. Eine fundierte Entscheidung beim Heizungstausch berücksichtigt auch die kommunale Wärmeplanung.
Vermieter müssen zusätzlich die Interessen ihrer Mieter beachten und wirtschaftliche Lösungen finden. Die energetische Sanierung kann schrittweise erfolgen, wobei zuerst die Gebäudehülle betrachtet werden sollte, bevor die Heizung ausgetauscht wird.
Anschaffungs- und Betriebskosten
Die Anschaffungskosten variieren stark je nach System. Eine Luftwärmepumpe kostet zwischen 20.000 und 30.000 Euro, während Erdwärmepumpen 30.000 bis 45.000 Euro erfordern. Fernwärmeanschlüsse liegen bei 8.000 bis 15.000 Euro.
Betriebskosten und Heizkosten über 20 Jahre sind oft wichtiger als die Anfangsinvestition. Ein Heizkostenrechner hilft beim Vergleich verschiedener Systeme, basierend auf Wohnfläche und Energiepreisen.
| System | Anschaffung | Jährliche Betriebskosten (140 m²) |
|---|---|---|
| Luftwärmepumpe | 20.000-30.000 € | 1.200-1.800 € |
| Erdwärmepumpe | 30.000-45.000 € | 900-1.400 € |
| Fernwärme | 8.000-15.000 € | 1.500-2.200 € |
| Pelletheizung | 25.000-35.000 € | 1.400-2.000 € |
Wartungskosten müssen ebenfalls eingeplant werden. Wärmepumpen benötigen weniger Wartung als Pelletheizungen mit ihren Feinstaubfiltern.
Energieeffizienz und Umweltaspekte
Die Energieeffizienz bestimmt, wie viel Energie für die Wärmeerzeugung benötigt wird. Wärmepumpen wandeln aus 1 Teil Strom 3 bis 5 Teile Wärme. Diese hohe Effizienz senkt die CO₂-Emissionen deutlich.
Die CO₂-Abgabe auf fossile Brennstoffe steigt kontinuierlich und macht Gas- und Ölheizungen zunehmend teurer. Im Jahr 2026 liegt der CO₂-Preis bereits deutlich höher als noch vor wenigen Jahren.
Eine gute Dämmung verbessert die Effizienz jeder Heizung. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen funktionieren jedoch auch in ungedämmten Altbauten, wenn die Heizkörper angepasst werden.
Zukunftstrends und Fördermöglichkeiten
Der Staat bietet umfangreiche Fördermittel für den Heizungsaustausch. Die KfW und das BAFA unterstützen mit Zuschüssen von 30 bis 70 Prozent, besonders bei Wärmepumpen und Fernwärmeanschlüssen.
Effiziente Heizungsarten werden gezielt gefördert, um die Wärmewende voranzutreiben. Kombinationen mit Photovoltaik erhöhen die Wirtschaftlichkeit zusätzlich.
Die energetische Sanierung wird durch individuelle Sanierungsfahrpläne strukturiert. Hausbesitzer können schrittweise vorgehen und müssen nicht alle Maßnahmen gleichzeitig umsetzen. Wer seine Heizung austauschen möchte, sollte Förderanträge vor Beginn der Arbeiten stellen.
Hybridheizungen dienen als Übergangslösung, verlieren aber an Bedeutung. Der Fokus liegt klar auf vollelektrischen Wärmepumpen als Standard für Einfamilienhäuser.
Häufig gestellte Fragen – Unterschiedliche Beheizungsarten 2026

Das Heizungsgesetz 2026 bringt neue Vorgaben für Heizsysteme mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien. Gleichzeitig stehen Hausbesitzern staatliche Förderungen von bis zu 70 Prozent zur Verfügung.
Welche neuen, effizienten Beheizungssysteme sind 2026 auf dem Markt verfügbar?
Wärmepumpen sind die am häufigsten gewählte Lösung für die Erfüllung des Heizungsgesetzes 2026. Sie nutzen Luft, Erdreich oder Grundwasser als Wärmequelle. Diese Systeme erfüllen die 65-Prozent-Regel meist automatisch.
Hybridheizungen kombinieren eine Wärmepumpe mit einer Gas- oder Ölheizung als Backup. Diese Lösung bietet Flexibilität für den Übergang.
Biomasseheizungen mit Pellets oder Hackschnitzeln sind eine weitere Option.
H₂‑ready‑Gasheizungen können später auf Wasserstoff umgerüstet werden.
Diese Systeme sind nur zulässig, wenn die Kommune einen genehmigten Wasserstoff-Fahrplan vorlegt. Fernwärmeanschlüsse bieten Komfort, sind aber abhängig von der lokalen Verfügbarkeit.
Stromdirektheizungen wie Infrarotheizungen eignen sich für gut gedämmte Gebäude. Solarthermie-Anlagen können die Vorgaben erfüllen, wenn sie den Wärmebedarf vollständig decken.
Wie haben sich die Kosten für verschiedene Heizsysteme bis 2026 verändert?
Die Kosten für fossile Brennstoffe steigen durch den CO₂-Preis kontinuierlich an. Im Jahr 2026 liegt der CO₂-Preis bei 65 Euro pro Tonne. Ein Haushalt mit 2.000 Litern Ölverbrauch zahlt dadurch 347 Euro zusätzlich pro Jahr.
Die Anschaffungskosten für Wärmepumpen bleiben auf einem höheren Niveau als für konventionelle Heizungen. Allerdings sind die förderfähigen Kosten bei Wärmepumpen auf maximal 30.000 Euro für die erste Wohneinheit gedeckelt. Die staatliche Förderung reduziert die tatsächlichen Investitionskosten erheblich.
Gasheizungen, die zwischen 2024 und den Wärmeplanungsfristen eingebaut werden, müssen steigende Anteile erneuerbarer Energien nutzen. Ab 2029 sind mindestens 15 Prozent erforderlich. Ab 2035 steigt dieser Anteil auf 30 Prozent.
Die Betriebskosten von Wärmepumpen liegen aufgrund ihrer höheren Effizienz unter denen fossiler Systeme. Die Strompreise für Hausbesitzer sinken 2026 tendenziell.
Welche staatlichen Förderungen gibt es 2026 für den Wechsel zu energieeffizienteren Heizungssystemen?
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude ermöglicht Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der Investitionskosten. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent für den Umstieg auf erneuerbare Energien. Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von maximal 40.000 Euro erhalten zusätzlich einen Einkommensbonus von 30 Prozent.
Der Klimageschwindigkeitsbonus bringt weitere 20 Prozent für den Austausch fossiler Heizungen bis Ende 2028. Ein Effizienz-Bonus von 5 Prozent wird bei Nutzung natürlicher Kältemittel oder Erdwärme gewährt. Die verschiedenen Boni können kombiniert werden, sind jedoch auf maximal 70 Prozent Gesamtförderung gedeckelt.
Bei voller Ausschöpfung zahlt der Staat bis zu 21.000 Euro Zuschuss für den Heizungstausch im Einfamilienhaus. Die Auszahlung erfolgt über die KfW oder das BAFA. Biomasseheizungen mit besonders sauberer Technik erhalten einen zusätzlichen Emissionsminderungszuschlag von 2.500 Euro.
Die Nachfrage nach Förderungen ist im ersten Halbjahr 2025 stark gestiegen. Es wurden dreimal so viele Anträge bewilligt wie im Vorjahreszeitraum. 90 Prozent aller geförderten Heizungen waren Wärmepumpen.

