Dachausbau ohne Baugenehmigung in 2026: Risiken & Regeln

Ein Dachausbau ohne Baugenehmigung in 2026 kann verlockend erscheinen, doch die rechtlichen Rahmenbedingungen sind komplex. Viele Hausbesitzer fragen sich, ob sie ihr Dachgeschoss ausbauen können, ohne durch langwierige Genehmigungsverfahren zu gehen. Die Antwort hängt von der Art der baulichen Maßnahmen ab.

Ein wunderschönes Dachgeschoss einer Maisonette Wohnung mit skandinavischer Inneneinrichtung. Es soll ein Architekt vor Ort sein, der die Genehmigungsfähigkeit überprüft

Grundsätzlich erfordert ein Dachausbau in Deutschland eine Baugenehmigung, wenn tragende Elemente verändert, Dachfenster eingebaut oder die Nutzung des Dachbodens umgewandelt wird. Bestimmte kleinere Arbeiten können jedoch ohne formelle Genehmigung durchgeführt werden, sofern sie die äußere Erscheinung des Gebäudes nicht verändern. In einigen Bundesländern gibt es Ausnahmen für kleinere Maßnahmen im Rahmen des genehmigungsfreien Bauens.

Die Risiken eines illegalen Dachausbaus sind erheblich und reichen von Bußgeldern bis zum Rückbau. Wer ohne Genehmigung baut, riskiert teure Konsequenzen und rechtliche Probleme. Dieser Artikel erklärt, welche Maßnahmen 2026 ohne Genehmigung möglich sind, welche Vorschriften gelten und wie Hausbesitzer rechtliche Fallstricke vermeiden können.

  • Ein Dachausbau benötigt meist eine Baugenehmigung, wenn tragende Elemente verändert oder die Nutzung geändert wird
  • Kleinere Maßnahmen ohne strukturelle Eingriffe können in manchen Bundesländern genehmigungsfrei sein
  • Ein illegaler Dachausbau führt zu Bußgeldern, Baustopp oder Rückbau

Rechtliche Grundlagen und Voraussetzungen

Eigentümer und Architekt stehen gemeinsam in der Ausbaureserve im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses aus dem Baujahr 1975 und planen die mögliche Raumgestaltung

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen Dachausbau variieren je nach Bundesland und Umfang der Baumaßnahmen. Entscheidend sind die jeweilige Landesbauordnung, die genaue Art des Bauvorhabens und die Zuständigkeit der lokalen Bauaufsichtsbehörde.

Genehmigungspflichtige und genehmigungsfreie Maßnahmen

Die Genehmigungspflicht für einen Dachausbau hängt vom Umfang der Arbeiten im Dachgeschoss und vom jeweiligen Bundesland ab. Bauliche Veränderungen wie das Hinzufügen neuer Wände oder Fenster erfordern in der Regel eine Baubewilligung.

Genehmigungspflichtige Maßnahmen:

  • Umnutzung des Dachbodens zu Wohnraum
  • Anpassung der Dachform durch Dachgauben oder Aufstockung
  • Eingriffe in tragende Bauteile oder die Statik
  • Veränderungen an der Außenhülle durch große Dachfenster

Genehmigungsfreie Maßnahmen:

  • Reine Dämmarbeiten ohne Nutzungsänderung
  • Kleinere Instandsetzungen am bestehenden Dach
  • Austausch einzelner Dachfenster ohne Größenänderung

Wenn der Dachboden ohne bauliche Veränderungen zu Nutzzwecken ausgebaut wird, kann in manchen Fällen auf eine Baugenehmigung verzichtet werden. In einigen Bundesländern existieren Sonderregelungen für kleinere Bauvorhaben. Wichtig ist hier, zwischen Wohnfläche und Nutzfläche zu unterscheiden. Mehr dazu schreiben wir weiter unten im Artikel.

Bedeutung der Landesbauordnung und Bauordnung

Die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes bildet die zentrale Rechtsgrundlage für alle Bauvorhaben. Sie definiert präzise, welche Maßnahmen genehmigungspflichtig sind und welche Anforderungen erfüllt werden müssen.

Auch wenn der Dachausbau ohne Baugenehmigung möglich ist, müssen bestimmte baurechtliche Vorgaben eingehalten werden. Dazu zählen insbesondere die Einhaltung des Brandschutzes, der Statik sowie des Gebäudeenergiegesetzes.

Jedes Bundesland hat eigene Regelungen in seiner Bauordnung festgelegt. Diese unterscheiden sich teilweise erheblich in Bezug auf Grenzabstände, Gebäudehöhen und zulässige Nutzungsarten. Bauherren müssen sich daher vor Beginn der Planung über die spezifischen Vorschriften ihres Bundeslandes informieren.

Rolle des Bauamts und der Bauaufsichtsbehörde

Das Bauamt ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Genehmigung eines Dachausbaus. Es prüft eingereichte Bauanträge auf Übereinstimmung mit der geltenden Bauordnung und dem Bebauungsplan.

Die Bauaufsichtsbehörde überwacht die Einhaltung aller baurechtlichen Vorschriften. Sie kann bei Verstößen gegen das Baurecht Baustopp-Verfügungen erlassen oder sogar einen Rückbau anordnen. Bei kompletten Wohnungen im Dachgeschoss benötigen Bauherren in jedem Fall eine Baugenehmigung.

Das Bauamt berät auch zu genehmigungsfreien Maßnahmen und kann durch eine Bauvoranfrage vorab klären, ob ein geplanter Dachausbau grundsätzlich zulässig ist. Diese Vorabklärung schafft Rechtssicherheit für das gesamte Bauvorhaben.

Was ist neu in 2026?

Was ist neu beim Dachgeschossausbau 2026. Ein Bürodachgeschoss

Das Jahr 2026 bringt wichtige Erleichterungen beim Dachausbau durch Änderungen im Baugesetzbuch und der Baunutzungsverordnung. Die Regelungen zielen darauf ab, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und mehr Wohnraum zu schaffen.

Bauturbo 2026

Die Bundesregierung hat mit dem sogenannten „Bauturbo“ Änderungen im Baugesetzbuch eingeführt, die speziell den Dachgeschossausbau betreffen. Gemeinden können nun auf einen Bebauungsplan verzichten, wenn sie der Umnutzung von Dachgeschossen zustimmen.

Diese Regelung gilt für einen befristeten Zeitraum. Sie entlastet die Bauämter erheblich und verkürzt die Genehmigungsverfahren spürbar.

In Bayern wurde die Bauordnung bereits angepasst. Seit Januar 2025 müssen Dachausbauten nur noch angezeigt werden, sofern die äußere Gestalt des Gebäudes unverändert bleibt. Nach 14 Tagen ohne Rückmeldung darf der Ausbau beginnen.

Auch Hamburg vereinfacht das Bauen im Bestand. Die Stadt stellt kleinere Wohngebäude ab 2026 genehmigungsfrei.

Wohnraumschaffung

Die Änderungen in der Baunutzungsverordnung ermöglichen eine flexiblere Nutzung von Dachgeschossen zur Wohnraumschaffung. In München setzen alle Parteien bei der Kommunalwahl 2026 auf „Umbau statt Abriss“ als Lösung gegen Wohnungsknappheit.

Bestehende Gebäude sollen besser genutzt werden, statt teure Neubauten zu errichten. Der Dachausbau spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die neuen Regelungen beschleunigen die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum erheblich. Bauherren erhalten mehr Flexibilität bei der Gestaltung. Der bürokratische Aufwand sinkt deutlich, was die Attraktivität von Dachausbauprojekten steigert.

Denkmalgeschützte Gebäude benötigen weiterhin eine spezielle Erlaubnis. Die Einhaltung aller bauordnungsrechtlichen Vorgaben wie Brandschutz und Standsicherheit bleibt Pflicht.

Unterschied zwischen Wohnfläche und Nutzfläche

Ein moderner Dachausbau in Arbeit mit sichtbaren Holzbalken, teilweise isolierten Wänden und Baumaterialien im Dachgeschoss.

Die Unterscheidung zwischen Wohnfläche und Nutzfläche spielt beim Dachausbau eine zentrale Rolle. Wohnfläche bezeichnet ausschließlich die Fläche, die zum dauerhaften Aufenthalt von Personen geeignet ist. Nutzfläche umfasst dagegen alle Flächen, die dem Verwendungszweck des Gebäudes dienen.

Wichtige Kriterien für Wohnfläche im Dachgeschoss:

  • Deckenhöhe muss bestimmte Anforderungen erfüllen
  • Flächen unter 1 Meter Höhe zählen nicht zur Wohnfläche
  • Bereiche zwischen 1 und 2 Metern Höhe werden nur zur Hälfte angerechnet
  • Flächen über 2 Meter Höhe zählen vollständig

Ein ausgebautes Dachgeschoss kann nur dann als vollwertige Wohnfläche gelten, wenn zusätzliche Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören der erste Rettungsweg und zweite Rettungsweg sowie ausreichende Brandschutzmaßnahmen.

Bei der Berechnung nach DIN 277 und Wohnflächenverordnung ergeben sich unterschiedliche Werte. Die Wohnflächenverordnung berücksichtigt Dachschrägen differenziert, während die reine Nutzfläche diese Einschränkungen nicht kennt.

Praktische Unterschiede:

MerkmalWohnflächeNutzfläche
Dauerhafter AufenthaltJaNicht gestattet
Deckenhöhe relevantJaNein
Rettungswege erforderlichJaTeilweise
BrandschutzStrenge AnforderungenGeringere Anforderungen

Ein Dachboden ohne entsprechende Ausbauten gilt lediglich als Nutzfläche. Erst durch die Erfüllung aller baulichen Anforderungen wird er zur anrechenbaren Wohnfläche. Hier muss auch beim Verkauf eines Gebäudes / einer Wohnung stark auf die Kriterien und die korrekte Formulierung geachtet werden, da es sonst zu rechtlichen Streitigkeiten zwischen Verkäufer und Käufer kommen kann. Sprechen Sie uns hierfür gerne an. Wir haben schon mehrere solcher Fälle erfolgreich begleitet und helfen gerne.

Mögliche erlaubte Maßnahmen beim Dachausbau ohne Baugenehmigung

Innenansicht eines Dachausbaus in Arbeit mit einem Bauplan auf einem Tisch und einem Handwerker, der die Pläne prüft.

Bestimmte Arbeiten am Dachboden können durchgeführt werden, ohne eine formelle Genehmigung einzuholen. Die Möglichkeiten hängen davon ab, ob die Maßnahmen die Gebäudestruktur verändern und welche Landesbauordnung gilt.

Innenausbau ohne Statikveränderung

Genehmigungsfreie Maßnahmen betreffen hauptsächlich Arbeiten, die keine Auswirkungen auf die Statik haben. Hausbesitzer dürfen oft neue Zwischenwände einziehen, solange diese nicht tragend sind. Die Dämmung der Dachflächen ist meist ohne Genehmigung möglich, wenn die äußere Erscheinung unverändert bleibt.

Der Einbau von Wärmedämmung und Schallschutz zählt zu den typischen Innenarbeiten. Diese Maßnahmen verbessern die Energieeffizienz und schaffen angenehmeren Wohnraum. Die Installation von Elektroleitungen, Heizung und Sanitäranlagen im bestehenden Dachgeschoss benötigt normalerweise keine Baugenehmigung. Somit kann ein Dachgeschoss in der Regel ohne Probleme zur Nutzfläche ausgebaut werden. Für Wohnraum gelten spezielle Vorschriften.

Wichtig ist, dass der Dachbodenausbau ohne strukturelle Änderungen erfolgt. Sobald tragende Elemente betroffen sind oder die Dachneigung verändert wird, greifen andere Regelungen.

Genehmigungsfreie Dachfenster und kleinere Umbauten

In einigen Bundesländern dürfen Eigentümer Dachfenster einbauen, ohne eine Genehmigung zu beantragen. Die genauen Bauvorschriften unterscheiden sich je nach Region erheblich. Manche Landesbauordnungen erlauben den Einbau von bis zu drei Dachfenstern ohne behördliche Prüfung.

Gauben und Erker unterliegen strengeren Auflagen. Diese Aufbauten verändern die Außenansicht des Gebäudes und benötigen meist eine Genehmigung. Kleinere Veränderungen wie der Austausch vorhandener Fenster gegen baugleiche oder auch größere Modelle können in bestimmten Fällen genehmigungsfrei sein.

Die Bauauflagen variieren nach Bundesland, weshalb eine Prüfung der lokalen Vorschriften unerlässlich ist. Hausbesitzer sollten sich bei der zuständigen Baubehörde erkundigen, bevor sie mit den Arbeiten beginnen.

Besondere Regeln für denkmalgeschützte Häuser und Satzungen

Bei Gebäuden unter Denkmalschutz gelten erheblich strengere Regeln. Selbst kleinere Veränderungen am Dach erfordern eine denkmalrechtliche Genehmigung. Die Denkmalbehörde prüft jeden Eingriff hinsichtlich der historischen Substanz.

Örtliche Gestaltungssatzungen können zusätzliche Einschränkungen festlegen. In manchen Wohngebieten sind bestimmte Dachformen, Farben oder Materialien vorgeschrieben. Diese Auflagen gelten unabhängig davon, ob grundsätzlich eine Baugenehmigung nötig wäre.

Denkmalgeschützte Gebäude erfordern oft spezielle Dämmmaterialien und Techniken. Die Behörden achten darauf, dass die historische Optik erhalten bleibt. Hausbesitzer müssen frühzeitig Kontakt mit der Denkmalbehörde aufnehmen, um zulässige Lösungen zu finden.

Risiken und rechtliche Konsequenzen eines Dachausbaus ohne Baugenehmigung

Ein Haus mit Dachausbauarbeiten, ein Bauinspektor prüft Pläne, während ein Hausbesitzer mit einem Rechtsberater spricht.

Ein Dachausbau ohne die erforderliche Genehmigung kann zu erheblichen finanziellen Belastungen führen und die Nutzung der Immobilie einschränken. Die Konsequenzen reichen von Bußgeldern bis hin zu einem erzwungenen Rückbau der baulichen Veränderungen.

Bußgelder und rechtliche Strafen

Die Behörden verhängen bei einem illegalen Dachausbau empfindliche Bußgelder. Diese können je nach Bundesland und Schwere des Verstoßes mehrere tausend Euro betragen. Die Höhe richtet sich nach dem Umfang der baulichen Veränderungen und danach, ob tragende Elemente verändert wurden.

Ein Baustopp wird häufig sofort angeordnet, sobald die Bauaufsichtsbehörde von dem illegalen Ausbau erfährt. Alle Arbeiten müssen dann umgehend eingestellt werden.

In besonders schweren Fällen drohen strafrechtliche Konsequenzen. Dies gilt insbesondere dann, wenn durch den Ausbau erhebliche Sicherheitsmängel entstehen oder wenn der Eigentümer bewusst ohne Genehmigung gebaut hat. Eine Geldstrafe oder in Extremfällen sogar eine Freiheitsstrafe sind möglich.

Rückbaupflicht und nachträgliche Genehmigung

Die Bauaufsichtsbehörde kann einen vollständigen Rückbau anordnen, wenn der Dachausbau nicht genehmigungsfähig ist. Der Eigentümer muss dann auf eigene Kosten den ursprünglichen Zustand wiederherstellen. Diese Kosten übersteigen oft die ursprünglichen Baukosten erheblich.

Eine nachträgliche Genehmigung ist manchmal möglich, wenn der Ausbau den geltenden Bauvorschriften entspricht. Der Eigentümer muss dafür einen regulären Bauantrag stellen und alle erforderlichen Unterlagen nachreichen. Der Genehmigungsprozess kann mehrere Monate dauern und zusätzliche Kosten verursachen.

Wichtige Punkte bei der nachträglichen Genehmigung:

  • Vollständige Bauunterlagen und Pläne müssen vorgelegt werden
  • Statische Nachweise sind oft erforderlich
  • Brandschutzauflagen müssen erfüllt werden
  • Zusätzliche Gebühren und erhöhte Bearbeitungskosten fallen an

Während des Genehmigungsprozesses bleibt die Nutzung des Dachgeschosses meist eingeschränkt.

Auswirkungen auf Verkauf und Vermietung

Ein illegaler Dachausbau erschwert den Verkauf der Immobilie erheblich. Potenzielle Käufer werden durch die fehlende Baugenehmigung abgeschreckt, da sie rechtliche Risiken und mögliche Folgekosten fürchten. Banken verweigern oft die Finanzierung, wenn keine Genehmigung vorliegt.

Der Verkaufspreis sinkt deutlich, wenn überhaupt ein Käufer gefunden werden kann. Viele Kaufinteressenten fordern einen erheblichen Preisnachlass oder verlangen, dass der Verkäufer vor dem Verkauf eine Genehmigung einholt.

Bei der Vermietung entstehen ähnliche Probleme. Vermieter haften für Schäden, die durch nicht genehmigte Baumaßnahmen entstehen. Versicherungen können im Schadensfall die Leistung verweigern, wenn der Dachausbau illegal durchgeführt wurde. Mieter haben zudem das Recht, die Miete zu mindern oder fristlos zu kündigen, wenn sie von der fehlenden Genehmigung erfahren.

Praktische Planung und Empfehlungen für 2026

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Die erfolgreiche Umsetzung eines Dachausbaus erfordert systematische Vorbereitung und klare Kommunikation mit allen Beteiligten. Bauherren müssen die Genehmigungspflicht prüfen, relevante Unterlagen zusammenstellen und frühzeitig den Dialog mit Behörden und Nachbarn suchen.

Schritte zur Prüfung der Genehmigungspflicht

Der erste Schritt besteht darin, die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes zu konsultieren. Die Vorschriften unterscheiden sich regional erheblich.

Bauherren sollten eine Bauvoranfrage beim zuständigen Bauamt einreichen, wenn Unsicherheit über die Genehmigungspflicht besteht. Diese Anfrage klärt verbindlich, ob Bauanträge erforderlich sind.

Ein Statiker muss die Tragfähigkeit der bestehenden Konstruktion bewerten. Diese Prüfung zeigt, ob die Decke zusätzliche Lasten durch Wohnraumnutzung tragen kann.

Ein Architekt oder Energieberater kann beurteilen, welche baulichen Maßnahmen genehmigungspflichtig sind. Änderungen an der Dachkonstruktion, neue Gauben oder Balkone erfordern fast immer eine Genehmigung.

Die Nutzungsänderung vom Lagerraum zu Wohnraum ist in den meisten Bundesländern genehmigungspflichtig. Bauherren müssen dies frühzeitig klären, um Konsequenzen zu vermeiden.

Kommunikation mit Nachbarn und Behörden

Bauvorlageberechtigte wie Architekten unterstützen bei der Kommunikation mit Behörden und erstellen notwendige Antragsunterlagen. Sie kennen die aktuellen Anforderungen für 2026.

Das Nachbarrecht spielt eine wichtige Rolle bei Dachausbauten. Schriftliche Zustimmung der Nachbarn kann erforderlich sein, wenn das Bauvorhaben deren Rechte beeinträchtigt.

Ein persönliches Gespräch mit dem Bauamt schafft Klarheit über alle Anforderungen. Die Behörde informiert über spezifische Auflagen zu Brandschutz, Energieeffizienz und Raumhöhe.

Bauherren sollten Nachbarn frühzeitig über geplante Arbeiten informieren. Dies vermeidet spätere Konflikte und erleichtert die Bauphase erheblich.

Die Bauaufsichtsbehörde prüft eingereichte Bauanträge innerhalb festgelegter Fristen. Vollständige Unterlagen beschleunigen diesen Prozess deutlich.

Wichtige Unterlagen und Expertentipps

Bauzeichnungen bilden die Grundlage jedes Bauantrags. Ein bauvorlageberechtigter Architekt erstellt diese Pläne nach aktuellen Standards.

Die Baubeschreibung muss alle geplanten Arbeiten detailliert aufführen. Sie umfasst Angaben zu Materialien, Konstruktion und Nutzung des ausgebauten Dachgeschosses.

Erforderliche Antragsunterlagen umfassen:

  • Bauzeichnungen (Grundrisse, Schnitte, Ansichten)
  • Statische Berechnungen vom Statiker
  • Baubeschreibung mit Materialliste
  • Nachweis der Energieeffizienz
  • Brandschutzkonzept
  • Lageplan des Grundstücks

Ein Energieberater erstellt den erforderlichen Nachweis zur Wärmedämmung. Dieser Nachweis ist bei allen genehmigungspflichtigen Bauvorhaben Pflicht.

Bauherren sollten vor Beginn eine Checkliste für den Dachausbau nutzen. Diese hilft bei der systematischen Planung aller Schritte.

Die Koordination der verschiedenen Gewerke erfordert sorgfältige Planung. Fachleute empfehlen einen detaillierten Zeitplan für alle Arbeiten.

Häufig gestellte Fragen – Dachausbau 2026

Fragerunde an einen Architekten in einem modern eingerichteten Büro mit Kunst und USM Regal im Hintergrund

Ein Dachausbau unterliegt in Deutschland verschiedenen baurechtlichen Vorschriften, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen können. Die Einhaltung von Brandschutz, Statik und Genehmigungsverfahren ist entscheidend für ein rechtssicheres Projekt.

Welche Vorschriften muss ich bei einem Dachausbau beachten?

Bei einem Dachausbau müssen Bauherren mehrere gesetzliche Regelungen beachten. Die baurechtlichen Vorgaben umfassen Vorschriften zur Statik, zum Brandschutz und zur Wärmedämmung.

Wer tragende Elemente verändert oder Dachfenster einbaut, muss die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes beachten. Die Zustimmung von Statikern ist für die Tragfähigkeit notwendig.

Auch Abstände, Raumhöhen und Fluchtwege spielen eine wichtige Rolle. Die genauen Anforderungen variieren je nach Region und Art des Ausbaus.

Ist eine Bauanzeige für einen Dachausbau ausreichend oder benötige ich eine Baugenehmigung?

Wenn die äußere Gestalt eines Gebäudes unverändert bleibt, kann der Ausbau von Dachgeschossen verfahrensfrei sein. In diesem Fall reicht eine Anzeige beim zuständigen Bauordnungsamt aus.

Sobald Änderungen an der Dachfläche vorgenommen oder Dachgauben eingebaut werden, ist meist eine Baugenehmigung nötig. Die Regelungen unterscheiden sich zwischen den Bundesländern erheblich.

Bestimmte Arbeiten können ohne formelle Baugenehmigung durchgeführt werden, sofern sie keine grundlegenden Strukturveränderungen mit sich bringen. Eine vorherige Klärung mit der Baubehörde ist empfehlenswert.

Welche Konsequenzen hat ein Dachausbau ohne die erforderliche Baugenehmigung?

Ein illegaler Dachausbau kann zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Im Schadensfall kann die Versicherung die Zahlung verweigern, da das Dachgeschoss nicht ordnungsgemäß genehmigt wurde.

Die Risiken und Konsequenzen umfassen Geldstrafen und die Forderung nach einem Rückbau der illegalen Baumaßnahmen. Ein nicht genehmigter Ausbau kann auch zu Problemen beim Verkauf oder der Vermietung der Immobilie führen.

Potenzielle Käufer oder Mieter werden oft durch eine fehlende Baugenehmigung abgeschreckt. Der Wert der Immobilie kann dadurch erheblich gemindert werden.

Inwiefern unterscheiden sich die Bestimmungen für Dachausbauten zwischen verschiedenen Bundesländern?

Die Landesbauordnungen regeln in jedem Bundesland unterschiedlich, welche Bauvorhaben genehmigungsfrei sind. In einigen Bundesländern existieren Sonderregelungen, die kleinere Bauvorhaben ohne Genehmigung zulassen.

Die Anforderungen an Brandschutz, Wärmedämmung und Statik können von Bundesland zu Bundesland variieren. Auch die Verfahrenswege und erforderlichen Unterlagen unterscheiden sich.

Bauherren sollten sich daher immer bei der zuständigen Baubehörde über die geltenden Vorschriften in ihrer Region informieren. Eine pauschale Aussage für ganz Deutschland ist nicht möglich.

Müssen bei einem Dachausbau auch Brandschutzvorschriften eingehalten werden?

Brandschutzvorschriften sind bei einem Dachausbau zwingend einzuhalten. Dazu gehören Anforderungen an Fluchtwege, Brandschutztüren und die Verwendung geeigneter Baumaterialien.

Die Vorschriften richten sich nach der Gebäudeklasse und der Nutzung des Dachgeschosses. Bei Wohngebäuden gelten andere Anforderungen als bei gewerblich genutzten Immobilien.

Ein Brandschutzkonzept muss häufig von einem Fachplaner erstellt werden. Die Einhaltung der Vorschriften wird von den Baubehörden überprüft.

Wie wirkt sich ein nicht genehmigter Dachausbau auf den Versicherungsschutz des Gebäudes aus?

Ein nicht genehmigter Dachausbau kann dazu führen, dass die Gebäudeversicherung im Schadensfall nicht zahlt. Versicherungen prüfen bei Schäden, ob bauliche Veränderungen ordnungsgemäß genehmigt wurden.

Im Falle eines Brandes oder anderer Schäden kann die Versicherung die Leistung komplett verweigern.

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