Einen Kamin einbauen in 2026 erfordert mehr Aufmerksamkeit als je zuvor. Neue gesetzliche Regelungen treten dieses Jahr in Kraft und betreffen sowohl Neuinstallationen als auch bestehende Anlagen. Hausbesitzer müssen verstehen, welche Vorschriften gelten und wie sie ihre Pläne entsprechend anpassen können.

Ab dem 30. Juni 2026 müssen neu eingebaute Heizungen in Städten mit über 100.000 Einwohnern mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen, was die Wahl des richtigen Kamins entscheidend macht. Gleichzeitig verschärft die Bundesimmissionsschutzverordnung die Anforderungen an Emissionswerte für Holz- und Kaminöfen. Wer jetzt einen Kamin plant, muss diese Vorgaben von Anfang an berücksichtigen.
Die gute Nachricht ist, dass moderne Kaminöfen und Pelletheizungen die neuen Grenzwerte problemlos erfüllen können. Mit der richtigen Planung und fachkundiger Beratung lässt sich auch 2026 ein effizienter und rechtssicherer Kamin installieren. Die Abnahme durch den Schornsteinfeger bleibt dabei Pflicht und stellt sicher, dass alle technischen Standards eingehalten werden.
- Neue Kamine müssen ab Juni 2026 in Großstädten die 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien erfüllen
- Moderne Kaminöfen mit niedrigen Emissionswerten bleiben erlaubt und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen
- Fachgerechte Planung und Schornsteinfegerabnahme sind für einen rechtskonformen Einbau unerlässlich
Inhaltsverzeichnis – Kamin einbauen in 2026
Gesetzliche Anforderungen und Vorschriften für den Kamineinbau 2026

Der Einbau eines Kamins unterliegt 2026 strengen gesetzlichen Vorgaben, die Brandschutz, Emissionen und technische Standards regeln. Die wichtigsten Regelwerke sind die Bundes-Immissionsschutzverordnung, das Gebäudeenergiegesetz und die Landesbauordnungen.
Rechtliche Grundlagen und aktuelle Normen
Die 1. BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung) bildet die zentrale Rechtsgrundlage für Feuerstätten in privaten Haushalten. Sie regelt Installation, Beschaffenheit und Betrieb von Kleinfeuerungsanlagen, die keine Genehmigung nach dem Immissionsschutzgesetz benötigen.
Jeder Kaminofen muss eine gültige Zulassung nach EN 13240 besitzen. Seit dem 9. November 2025 gilt für alle neu in Verkehr gebrachten Geräte zusätzlich die Norm EN 16510. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) erlaubt die Einrechnung von Holz-Feuerstätten in den Mix erneuerbarer Energien für neue Heizungsanlagen.
Die Einhaltung aller Vorschriften wird durch den Schornsteinfeger bei der Feuerstättenschau geprüft. Bei festgestellten Verstößen muss dieser die zuständige Behörde informieren. Die Behörde kann den Betrieb untersagen und Bußgelder bis zu 50.000 Euro verhängen.
Auflagen zu Brandschutz und Sicherheitsabständen
Sicherheitsabstände zu Wänden und Möbeln sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen eingehalten werden. Zu nicht brennbaren Wänden wie Ziegel oder verputztem Mauerwerk beträgt der Mindestabstand 20 cm. Bei unbekannten oder brennbaren Wänden wie Gipskarton oder Holzverschalung erhöht sich der Abstand auf mindestens 40 cm.
Der Boden unter und vor dem Ofen benötigt eine feuerfeste Unterlage aus Glas, Metall oder Stein. Diese muss an den Seiten mindestens 30 cm und nach vorne 50 cm über den Ofen hinausragen. Vor der Sichtscheibe müssen brennbare Materialien wie Möbel oder Vorhänge einen Abstand von mindestens 80 cm haben.
Die Wand hinter dem Ofen darf nicht brennbar sein. Ist sie es doch, schreibt die Feuerungsverordnung den Einbau feuerfester Hitzeschutzplatten vor. Jeder Aufstellort muss vom Schornsteinfegerhandwerk geprüft und freigegeben werden.
Emissionsgrenzwerte und Umweltauflagen
Die aktuellen Emissionsgrenzwerte liegen bei maximal 0,15 Gramm Feinstaub und vier Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter Abgasluft. Alle Kaminöfen, die nach dem 21. März 2010 hergestellt und in Betrieb genommen wurden, erfüllen automatisch diese Standards.
Das Kaminofen-Verbot 2025 betrifft ältere Geräte, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 21. März 2010 in Betrieb genommen wurden. Diese mussten bis zum 31. Dezember 2024 die Grenzwerte nachweisen, nachgerüstet oder stillgelegt werden. Die Werte stehen auf dem Typenschild des Geräts oder können beim Hersteller angefragt werden.
Bestandsschutz gilt für bestimmte Feuerstätten wie handwerklich vor Ort gefertigte Kachelgrundöfen, historische Kamine vor 1950 oder offene Kamine, die maximal acht Tage pro Monat und fünf Stunden täglich genutzt werden. Auch Immobilien ohne andere Heizmöglichkeiten sind von den Nachrüstpflichten ausgenommen.
Kaminarten und technische Möglichkeiten

Die Auswahl an Kaminen reicht von traditionellen Kachelöfen bis zu modernen wasserführenden Systemen. Jede Variante bietet unterschiedliche Vorteile bei Heizleistung, Platzbedarf und Einbauaufwand.
Überblick: Kaminofen, Kachelofen, Heizkamin und weitere
Kaminöfen gehören zu den beliebtesten Einzelraumfeuerungsanlagen und sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Ein Kaminofen eignet sich besonders für kleinere Räume und lässt sich relativ unkompliziert installieren. Der Schwedenofen ist eine beliebte Variante mit klassischem Design und guter Wärmespeicherung.
Kachelöfen und Speicheröfen speichern Wärme über längere Zeit und geben sie gleichmäßig ab. Diese massiven Öfen benötigen mehr Platz und ein tragfähiges Fundament. Die Installation ist aufwendiger als bei einem einfachen Kaminofen.
Ein Heizkamin wird fest in die Wand eingebaut und bietet eine moderne Optik. Pelletöfen verbrennen gepresste Holzpellets und arbeiten meist automatisch. Ein Holzofen oder Pelletofen kann je nach Bedarf und verfügbarem Brennstoff gewählt werden.
Die wichtigsten Unterschiede:
- Kaminofen: freistehend, mobil, schnelle Wärme
- Kachelofen: massive Bauweise, langanhaltende Wärme
- Heizkamin: eingebaut, modernes Design
- Pelletofen: automatischer Betrieb, gleichmäßige Heizleistung
Moderne Technologien: Wasserführende, raumluftunabhängige und freistehende Varianten
Ein wasserführender Kamin oder wasserführender Kaminofen verbindet Raumwärme mit Heizungsunterstützung. Diese Systeme leiten einen Teil der Wärme in den Heizkreislauf und können Warmwasser erwärmen. Moderne Heizlösungen mit Wasserführung bieten höhere Effizienz als reine Einzelraumfeuerung.
Raumluftunabhängige Öfen beziehen Verbrennungsluft über eine externe Luftzufuhr von außen. Dies ist besonders in energieeffizienten Gebäuden mit dichter Gebäudehülle wichtig. Die externe Luftzufuhr verhindert, dass der Ofen Raumluft verbraucht und Probleme mit der Lüftungsanlage entstehen.
Ein freistehender Kaminofen bietet Flexibilität bei der Aufstellung und benötigt lediglich einen Anschluss ans Ofenrohr. Die meisten modernen Kaminöfen sind freistehend und können bei Bedarf versetzt werden. Die Installation erfordert dennoch die Abnahme durch einen Schornsteinfeger und die Einhaltung von Mindestabständen zu brennbaren Materialien.
Nachrüstung und nachträglicher Einbau
Das Nachrüsten eines Ofens ist in den meisten Gebäuden möglich, erfordert aber sorgfältige Planung. Zuerst muss geprüft werden, ob ein geeigneter Schornstein vorhanden ist oder nachgerüstet werden muss. Ein fehlender Schornstein kann durch einen Edelstahlschornstein an der Außenwand ergänzt werden.
Beim Nachrüsten eines Kamins sind mehrere Faktoren entscheidend. Die Tragfähigkeit des Bodens muss ausreichend sein, besonders bei schweren Kachelöfen. Die Abstände zu brennbaren Wänden und Möbeln müssen eingehalten werden. Das Ofenrohr benötigt den richtigen Durchmesser und eine sichere Verbindung zum Schornstein.
Wichtige Vorschriften zum Einbau betreffen Aufstellort, Abstände und Zulassung. Die Abnahme durch den Schornsteinfeger ist vor der ersten Inbetriebnahme Pflicht. In Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen benötigt man zusätzlich die Genehmigung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft.
Planung und Ablauf des Kamineinbaus

Der Einbau eines Kamins erfordert eine durchdachte Planung und die Koordination verschiedener Gewerke. Besonders wichtig sind die Schornsteinlösung, der richtige Standort und die fachgerechte Abnahme durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger.
Schornsteinanforderungen und Nachrüstmöglichkeiten
Jeder Kaminofen benötigt eine funktionierende Abgasanlage. Im Neubau wird der Schornstein meist direkt als gemauerter Schacht oder Edelstahlschornstein eingeplant.
Wer einen Schornstein nachrüsten muss, hat mehrere Möglichkeiten. Ein Edelstahlschornstein kann außen an der Hausfassade montiert werden und kostet zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Alternativ lässt sich ein vorhandener Schacht mit einem Edelstahlzug auskleiden.
Der Schornsteinzug muss den richtigen Querschnitt für das gewählte Gerät haben. Zu enge oder zu weite Ofenzüge führen zu Problemen beim Abzug. Das Rauchrohr verbindet den Kaminofen mit dem Schornstein und darf maximal eine bestimmte Länge haben.
Alle verwendeten Bauteile benötigen eine DIBt-Zulassung oder eine vergleichbare Prüfung. Der Schornsteinfegermeister prüft vor dem Einbau, ob die geplante Lösung den technischen Anforderungen entspricht.
Auswahl des Standortes und bauliche Voraussetzungen
Der Standort des Kamins beeinflusst die Wärmeverteilung im Haus. Ein zentraler Aufstellort sorgt dafür, dass die Wärme in mehrere Räume gelangt.
Wichtige Brandschutzabstände müssen eingehalten werden. Zu nicht brennbaren Wänden gilt ein Mindestabstand von 20 cm, zu brennbaren Materialien mindestens 40 cm. Der Boden vor dem Ofen benötigt eine feuerfeste Unterlage, die 50 cm nach vorn und 30 cm zu den Seiten übersteht.
Die Statik des Bodens muss das Gewicht des Ofens tragen können. Schwere Kachelöfen oder Speicheröfen wiegen mehrere hundert Kilogramm. Bei Holzbalkendecken ist oft eine Verstärkung notwendig.
In modernen, luftdichten Gebäuden benötigt der Ofen eine externe Verbrennungsluftzufuhr. Diese wird durch die Wand oder den Boden nach außen geführt. Raumluftunabhängige Geräte sind in Passivhäusern praktisch Pflicht.
Abnahme und Zusammenarbeit mit dem Schornsteinfeger
Vor dem Kauf sollte man den zuständigen Bezirksschornsteinfeger kontaktieren. Er prüft, ob der geplante Einbau technisch möglich ist und welche Auflagen gelten.
Der Schornsteinfeger muss den Kamin vor der ersten Inbetriebnahme abnehmen. Er kontrolliert die Brandschutzabstände, den Anschluss an die Abgasanlage und die Verbrennungsluftzufuhr. Ohne diese Feuerstättenschau darf der Ofen nicht betrieben werden.
Das Schornsteinfegerhandwerk übernimmt auch die regelmäßigen Wartungen. Holzöfen müssen ein- bis dreimal jährlich gereinigt und überprüft werden. Die Kosten liegen bei 40 bis 90 Euro pro Besuch.
Bei der Zusammenarbeit mit Handwerkern sollten Ofenbauer, Schornsteinfegermeister und eventuell der Architekt frühzeitig eingebunden werden. So lassen sich Probleme vermeiden und der Einbau läuft reibungslos ab.
Kosten, Förderungen und Betrieb eines Kamins

Die Investition in einen Kamin umfasst mehrere Kostenpunkte, von der Anschaffung bis zum laufenden Betrieb. Staatliche Förderungen können die finanzielle Belastung deutlich reduzieren, während regelmäßige Wartung und die Wahl des Brennstoffs die langfristigen Ausgaben beeinflussen.
Kostenfaktoren: Anschaffung, Einbau, Genehmigungen
Die Anschaffungskosten für einen Kamin variieren je nach Bauart erheblich. Einfache Schwedenöfen beginnen bei 350 Euro, während Pelletkaminöfen zwischen 850 und 2.500 Euro kosten. Kachelöfen mit individueller Gestaltung können bis zu 15.000 Euro erreichen.
Ein Kamineinsatz oder eine Heizkassette für bestehende Kachelöfen kostet 750 bis 3.000 Euro. Modelle mit Wassertasche, die das Heizsystem unterstützen, liegen bei 1.000 bis 5.500 Euro. Spezielle Badeöfen mit integrierter Warmwasserbereitung bewegen sich im oberen Preissegment.
Zur Anschaffung kommen Montagekosten von 100 bis 5.000 Euro, abhängig von der Komplexität. Die Nachrüstung eines Edelstahl-Schornsteins verursacht 1.500 bis 4.500 Euro zusätzliche Ausgaben. Bei der Abgasmessung und Abnahme durch den Schornsteinfeger fallen 50 bis 150 Euro an. Moderne Feinstaubfilter oder Staubabscheider zur Einhaltung verschärfter Emissionswerte kosten je nach System 500 bis 2.000 Euro extra.
Betrieb, Wartung und Brennstoffe
Die laufenden Kosten hängen stark vom gewählten Brennstoff ab. Scheitholz kostet etwa 9,40 Cent pro Kilowattstunde, während Holzpellets mit 6,40 Cent günstiger sind. Brennholz aus eigener Quelle reduziert die Ausgaben erheblich.
Die Heizleistung des Ofens bestimmt den Verbrauch. Ein Kamin mit 8 kW Leistung verbraucht bei regelmäßiger Nutzung monatlich Brennstoff im Wert von 100 bis 300 Euro. Die jährliche Wartung durch den Schornsteinfeger kostet bei gelegentlicher Nutzung 20 bis 30 Euro, bei intensivem Betrieb bis zu 100 Euro.
Wasserführende Kaminöfen benötigen eine zusätzliche technische Wartung für 20 bis 50 Euro pro Jahr. Die gesetzlich vorgeschriebene Feuerstättenschau erfolgt alle sieben Jahre und kostet 20 bis 30 Euro. Hausbesitzer können Aschekasten und Brennraum selbst reinigen, die professionelle Schornsteinreinigung bleibt jedoch Pflicht.
Förderprogramme und steuerliche Aspekte
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt nachhaltige Heizsysteme mit attraktiven Zuschüssen. Das BAFA fördert besonders Pelletöfen mit Wassertasche, die zur Gesamtheizung beitragen. Der Antrag muss vor dem Einbau gestellt werden, und das Gerät muss auf der Liste förderfähiger Anlagen stehen.
Die KfW bietet weitere Förderoptionen für klimafreundliche Heizungen in bestehenden Wohngebäuden. Die Förderung kann mehrere Tausend Euro betragen und senkt die Investitionskosten erheblich. Bei Kombination mit zentraler Heizungsanlage erhöht sich die Förderhöhe. Die Programme stehen unter Haushaltsvorbehalt, ein Rechtsanspruch besteht nicht.
Häufig gestellte Fragen zum Kamineinbau in 2026

Der Einbau eines Kamins erfordert die Beachtung mehrerer Vorschriften und Planungsschritte. Die Kosten variieren je nach Kaminart und baulichen Gegebenheiten erheblich.
Welche gesetzlichen Bestimmungen muss ich beim Einbau eines Kamins im Jahr 2026 beachten?
Beim Einbau eines Kamins müssen Vorschriften zu Aufstellort, Abständen und Schornstein eingehalten werden. Die Abnahme durch den Schornsteinfeger ist gesetzlich vorgeschrieben.
Der Kaminofen muss mindestens 20 cm Abstand zu nicht brennbaren Wänden haben. Bei brennbaren Wänden sind mindestens 40 cm erforderlich.
Der Boden unter und vor dem Ofen benötigt eine feuerfeste Unterlage. Diese muss an den Seiten mindestens 30 cm und nach vorne 50 cm über den Ofen hinausragen.
Seit dem 9. November 2025 müssen alle neu in Verkehr gebrachten Kaminöfen die EN 16510 erfüllen. Die Emissionsgrenzwerte liegen bei maximal 0,15 Gramm Feinstaub und vier Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter Abgasluft.
Der Schornstein muss mindestens 40 cm über den First ragen. Je nach Dachform und Abstand zum First können auch größere Höhen erforderlich sein.
Worauf sollte ich bei der Auswahl eines geeigneten Kaminsystems achten?
Die Wahl des Kaminsystems hängt von den baulichen Gegebenheiten und dem vorhandenen Schornstein ab. Freistehende Kaminöfen sind flexibel und vergleichsweise günstig.
Einbaukamine fügen sich nahtlos in die Wand ein und wirken besonders gemütlich. Elektrokamine benötigen keine Abgasanlage und lassen sich einfach integrieren.
Bei modernen, luftdichten Gebäuden ist meist eine externe Luftzufuhr erforderlich. Raumluftunabhängige Geräte führen Verbrennungsluft über einen separaten Anschluss direkt von außen zu.
Der Ofen sollte möglichst mittig im Haus stehen, damit die Wärme optimal verteilt wird. Die Wärmeleistung muss zur Raumgröße passen.
Alle Kaminöfen, die nach dem 21. März 2010 hergestellt wurden, erfüllen automatisch die aktuell geforderten Standards. Das Ökodesign-Label bewertet die Energieeffizienz auf einer Farbskala von A++ bis G.
Wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten für den Einbau eines Kamins in einem Einfamilienhaus?
Die Kosten für einen freistehenden Kaminofen liegen zwischen 1.500 und 3.000 Euro inklusive Montage. Einbaukamine oder Kamineinsätze kosten meist zwischen 4.000 und 8.000 Euro.
Elektrokamine sind deutlich günstiger und beginnen bei etwa 1.000 Euro. Bei diesen Modellen fallen keine Schornsteinkosten an.
Der Schornsteinbau oder eine Nachrüstung kosten zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Edelstahlzüge sind häufig günstiger als gemauerte Schornsteine.
Nach der Abnahme fallen laufende Schornsteinfegerkosten an. Die Reinigung und Kontrolle kosten etwa 40 bis 90 Euro pro Besuch.
Bei einem klassischen Holzofen sind ein bis drei Kontrollen pro Jahr vorgeschrieben. Elektrokamine benötigen keine Pflichtkontrolle, da keine Abgase entstehen.
Welche Schritte sind für die korrekte Installation eines Kamins notwendig?
Die Installation beginnt mit der Beratung durch den Schornsteinfeger. Er prüft den vorhandenen Schornstein auf technischen Zustand und Eignung.
Der Schornstein muss frei von Rissen und Rußdurchschlag sein. Das Zugverhalten und der Querschnitt werden besonders bei älteren Gebäuden kontrolliert.
Bei der Montage müssen die Herstellerangaben zu Abstand, Luftzufuhr und Untergrund genau befolgt werden. Diese Vorgaben sind verbindlich, auch wenn sie über den gesetzlichen Mindestvorgaben liegen.
Die Wand hinter dem Ofen muss nicht brennbar sein oder mit feuerfesten Hitzeschutzplatten versehen werden. Der Abstand zu brennbaren Materialien wie Möbeln muss vor der Sichtscheibe mindestens 80 cm betragen.
Nach dem Einbau erfolgt die Feuerstättenschau durch den Schornsteinfeger. Erst nach der Freigabe darf der Kamin in Betrieb genommen werden.

